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Der Bundesstaat São Paulo und die Verwaltung der gleichnamigen Millionenmetropole haben einen eventuellen Neubau eines Stadions für die Austragung des Eröffnungsspiels der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in einer gemeinsamen Erklärung abgelehnt und ausdrücklich am Morumbi-Stadion als Austragungsstätte festgehalten. Die Mitteilung wurde von der Pressestelle der Stadtverwaltung am Mittwochnachmittag veröffentlicht.
Kurz zuvor hatte der brasilianische Fussballverband CBF auf seiner Webseite ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem der WM-Ausschluss des Morumbi-Stadions von São Paulo bekannt gegeben wurde. Laut der Presseveröffentlichung hat das lokale Organisationskomitee für die WM in Brasilien (COL) seitens des städtischen Exekutivkomitees keine hinreichende Absicherung für die notwendige Sanierung der Arena erhalten. Das Projekt in seiner fünften Ausfertigung war am 14. Mai seitens der FIFA genehmigt worden.
Am Montag hatte der São Paulo Futebol Club als Eigentümer der Sportanlage lediglich finanzielle Garantien für einen mitgelieferten neuen abgespeckten Entwurf vorgelegt. Dieser umfasst weitaus geringere Massnahmen mit Aufwendungen von 265 Millionen Reais (ca. 120 Mio. Euro). Er wurde jedoch aufgrund eines Fristversäumnisses überhaupt nicht mehr geprüft. Das ursprüngliche und bereits genehmigte Projekt hätte Kosten in Höhe von 630 Mio. Reais (ca. 286 Mio. Euro) verursacht.
Am späten Nachmittag hatte CBF-Präsident Ricardo Teixeira in einem Live-Interview im Rahmen der Berichterstattung über die Fussball-WM in Südafrika angedeutet, dass das COL nun mit einem Neubauprojekt rechne. São Paulo werde Teil der WM 2014 sein, erklärte Teixeira zuversichtlich.
Der Leiter des Exekutivkomitees der Stadt São Paulo für die Weltmeisterschaft in vier Jahren, Caio Carvalho, betonte jedoch kurze Zeit später in einem Radiointerview, dass ein Neubau in São Paulo nur über einen privaten Investor realisiert werden könne.
Alle Parteien wollen sich nun in den kommenden Tag und Wochen zu Gesprächen einfinden, um weitere Möglichkeiten zu besprechen, damit São Paulo tatsächlich Austragungsstätte bei der WM 2014 werde. Laut der Erklärung wollen Bundesstaat und Stadtverwaltung keinesfalls öffentliche Gelder für einen Stadion-Neubau verwenden. Die Investitionen seien für Infrastrukturmassnahmen wie die Erweiterung des U-Bahn-Netzes und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs vorgesehen.
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