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Für Fifa-Präsident Joseph Blatter ist der Morumbi – Stadion in São Paulo lediglich eine der Austragungsstätten für die Fussball-WM 2014, jedoch keine Arena für besondere Spiele wie das Eröffnungsmatch oder ein Halbfinale, sollte das von Verein und Stadtverwaltung geplante Projekt so umgesetzt werden. Dies erklärte der Blatter nach einer fünfstündigen Sitzung des Exekutivkomitees am Dienstag.
Die Stadtverwaltung von São Paulo fordert für ihre Stadt seit der Vergabe der Spielstätten im Mai mindestens das Eröffnungsspiel der wichtigsten Fussballturniers der Welt, da man bereits das Endspiel an das Maracanã – Stadion in Rio de Janeiro “verloren” hat. Für das Morumbi – Stadion sind daher umfangreiche Umbaumassnahmen geplant. So sollen die Tribünen komplett umgestaltet und sämtliche Sitze erneuert werden. Zukünftig fasst die Arena dann nur noch 62.000 statt bisher 73.500 Zuschauer. Sämtliche Tribünenplätze werden zudem durch ein imposante Konstruktion überdacht. Insgesamt 300 Millionen Reais wollen der FC São Paulo, private Investoren sowie die Stadtverwaltung von São Paulo in das Projekt investieren.
“Die Fifa stellt verschiedene Anforderung an die Spiele der Weltmeisterschaft. Die Anforderungen, um die Eröffnung oder das Finale austragen zu dürfen, sind die grössten und sinken ein wenig für die Halbfinalspiele. Momentan erfüllt das Morumbi (Projekt) diese Anforderungen nicht. Ich will das klarstellen. Morumbi ist keinesfalls raus aus der WM. Nur aus der Kategorie, um das Eröffnungsspiel zu erhalten” erklärte Blatter nach der Sitzung.
Diese Aussage dürfte neuen Stoff für den schwelenden Streit zwischen dem lokalen Organisationskomitee von São Paulo und der Fifa geben. Denn die Verantwortlichen in Brasiliens Megametropole hatten mehrfach zugesichert, nach dem Umbauten in zwei Jahren sämtliche geforderten Anforderungen zu erfüllen. Der Weltfussballverband genehmigte zwar inzwischen einige geplante Massnahmen, andere müssen jedoch erneut überarbeitet werden. Darunter ist auch der von der Fifa geforderte gigantische VIP- und Medienbereich mit Presse- und TV-Zentrum.
Gewinner des Disputs könnte am Ende Brasília sein. Die Hauptstadt hofft nun natürlich ebenfalls mit seinem Estádio Nacional de Brasília auf den Zuschlag für das Eröffnungsspiel. Hier soll durch eine Investition von 600 Mio. R$ (derzeit ca. 220 Mio. Euro) eine futuristische Arena für 71.000 Fussballfans entstehen. Aber auch Belo Horizonte hofft mit seinem Mineirão – Stadion auf die erste Partie bei der Copa 2014.
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