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Brasilianer, Portugiesen, Südafrikaner, Inder, Mosambikaner, Palästinenser, Türken und sogar Tanzanier – Fans aus aller Welt kamen am Freitag (25.) nach Durban um das Vorrundenspiel Portugal gegen Brasilien bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika live mitzuerleben. Das angesagt Topspiel der Gruppenphase lockte Tausende von Touristen in der Stadt am indischen Ozean, die friedlich miteinander zu feiern verstanden. Durban selbst bewies einmal mehr seine kulturelle Vielfalt und verwandelte die Stadt in ein gigantisches Fussballfest.
Im Umfeld des Moses Mabhida – Stadion sah man vor dem Spiel zunächst viele der überwiegend dunkelhäutigen Einwohner der Metropole, wahlweise mit einem Trikot der brasilianischen oder portugiesischen Mannschaft bekleidet. Die grösste Gruppe von Einwanderern in Durban sind allerdings die Portugiesen, überall waren daher auch entsprechende Fahnen zu sichten, viele Fans bevölkerten die Bars und Restaurants in der Umgebung.
Aufgrund der hohen Popularität der Seleção bekam die brasilianische Nationalmannschaft allerdings wesentlich mehr Unterstützung von Touristen und ausländischen WM-Besuchern. Der Mosambikaner und Muslim Muh Razac kam extra nach Durban um den fünffachen Weltmeister anzufeuern. “Ich bin für Brasilien. Sie sind die Besten” erzählte er einem Reporter der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil – natürlich auf portugiesisch und ohne jedoch dabei seinen lusitanischen Akzent zu verbergen.
Auch beim FIFA Fan Fest in Durban versammelten sich tausende Fussballfans, die keine Eintrittkarte mehr erhalten hatten und das Spiel nicht im Hotel oder eigenen Wohnzimmer verfolgen zu müssen. Anhänger beider Lager feierten ganz im Sinne des FairPlay friedlich nebeneinander, egal ob das Herz nun gelb-grün oder grün-rot schlug.
Am Ende waren alle wenigstens einigermassen zufrieden, auch wenn es keine Tore zu bejubeln gab. Beide Teams haben sich durch Unentschieden für das Achtelfinale qualifiziert, entsprechend gut war daher die Stimmung auch nach dem Spiel. Brasilien muss bereits am Montag (28.) in Johannesburg gegen Chile ran, Portugal hat einen Tag mehr Ruhepause und trifft am Dienstag in Kapstadt auf Spanien.
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