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Achtelfinale gegen Chile: Brasilien bangt um Felipe Melo

veröffentlicht am Samstag, 26. Juni 2010
Achtelfinale gegen Chile: Brasilien bangt um Felipe Melo

Brasilien bangt für das Achtelfinale gegen Chile um den Einsatz von Felipe Melo. Die Seleção trifft bereits am Montag (28.) um 20.30 Uhr Ortszeit im Ellis Park Stadion in Johannesburg zum südamerikanischen Duell in der Runde der letzten 16. Die Tragik des wahrscheinlichen Ausfalls des Mittelfeldstars: ein eigener Landsmann hat die Neuentdeckung im brasilianischen Team (1. Länderspiel im Februar 2009) ins Krankenlager geschickt.

Melo bekam gegen Ende der ersten Halbzeit einem brutalen Tritt vom eingebürgerten Brasilianer Pepe auf den Knöchel und wurde direkt ausgewechselt. Die Ärzte diagnostizierten bislang glücklicherweise nur eine Verstauchung. Wie die TV-Bilder beweisen, hätte die Verletzung jedoch weitaus schlimmer sein können. Ob nun die extrem kurze Ruhepause über das Wochenende ausreicht, scheint zweifelhaft. Die Spieler mit der Rückennummer 5 ist einer stärksten Mittelfeldspieler der Seleção und neben seiner enormen Lauffähigkeit über einen grossen Überblick und ein perfektes Passspiel.

Sein Substitut Josué konnte in der zweiten Halbzeit keinesfalls an die Leistungen des Profis von Juventus Turin anknüpfen, dementsprechend besorgt ist derzeit auch Trainer Dunga. Allerdings kann der Erfolgstrainer am Montag erneut auf Kaká, Robinho und Elano zurückgreifen. Das “goldene Dreieck” soll die Abwehrreihen des Gegners überwinden und so für die nötigen Tore sorgen, die einen Einzug des fünffachen Weltmeisters ins Viertelfinale der Fussball-WM 2010 garantieren.

“Ich bin motiviert. Ich habe trainiert und keine Schmerzen gehabt” hatte Elano nach dem Abschlusstraining vor der Begegnung im Princesss Magogo in Durban bereits erklärt, aus Sicherheitsgründen wurde er jedoch gegen Portugal noch geschont. Auch Robinho bekam aufgrund von Muskelschmerzen eine Auszeit beim “lusophonen Duell” verpasst. Er sah sich gemeinsam mit Kaká (Gelb-Rot-Sperre) das letzte Gruppenspiel von der Tribüne aus an.

“Ich hatte eine Spannung im Rumpf gespürt und und es war besser zu pausieren. Aber wäre es ums Weiterkommen gegangen, wenn Brasilien sich noch nicht qualifiziert hätte, dann hätte ich gegen Portugal gespielt” so der sympathische Torjäger vom Santos FC.

Auch Julio Baptista wird derzeit von den Teamärzten behandelt. Er zog sich im Spiel gegen die teilweise sehr rüde agierenden Portugiesen einen Tritt gegen das linke Knie zu und dürfte vermutlich ebenfalls nicht als Auswechselspieler gegen Chile zur Verfügung stehen.

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Bildquelle: TV-Reproduktion

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