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Der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Dienstag (27.) der Kreditvergabe der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES für Neubauten und Umbauten der WM-Stadien genehmigt. Die Schaffung einer Kreditlinie wurde schon im September beschlossen und kommuniziert, bislang fehlte jedoch noch die Unterschrift der Staatsoberhauptes.
Laut Sportminister Orlando Silva, der bei der Sitzung mit anwesend war, erhalten private Stadien identische Konditionen wie öffentliche Arenen. “Private Investoren können Kredite zu gleichen Bedingungen wie die Öffentlichen aufnehmen, sie haben jedoch Sicherheiten zu hinterlegen” erklärte Silva. Betroffen sind davon jedoch nur 3 der 12 Spielstätten: die Arena da Baixada in Curitiba, das Gigante da Beira-Rio in Porto Alegre und das Morumbi – Stadion in São Paulo.
Die Kredite der Entwicklungsbank sehen eine Finanzierung bis maximal 75 Prozent der Kosten mit einer Höchstsumme von 400 Millionen Reais (ca. 155 Mio. Euro) vor. Die Gelder dürfen auch für umliegende Infrastrukturmassnahmen und bessere Erreichbarkeit der Sportanlagen genutzt werden. Entgegen der Ankündigung im September wurden die Laufzeiten von 10 auf 12 Jahre erhöht. Die ersten drei Jahre fallen keine Langzeitzinsen (ca. 6 Prozent jährlich) an, der Jahreszins beträgt 1,9 Prozent.
Die Finanzierung der Stadien mit besonderen Konditionen widerspricht der ursprünglichen Intention des brasilianischen Fussballverbandes CBF. Dieser wollte die Arenen grundsätzlich durch private Investoren WM-tauglich gestalten. Ricardo Teixeira, Präsident des CBF, hatte nun allerdings vor kurzem betont, dass mindestens neun der zwölf Stadien mit öffentlichen Geldern neu errichtet oder umgebaut werden müssten, da sie den jeweiligen Städten oder Bundesstaaten gehörten.
Eine der Vereinbarungen zwischen der brasilianischen Regierung und der Fifa sieht den Beginn der Neu- und Umbauten der WM-Stadien bis spätestens März 2010 vor.
Foto: Ricardo Stuckert / PR