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In Cuiabá im Bundesstaat Mato Grosso wird die WM 2014 im Estádio Governador José Fragelli zu Gast sein. In der beliebten “Verdão”-Arena ganz im Westen des Landes werden jedoch vermutlich nur einige Vorrundenspiele ausgetragen. Optimisten machen sich jedoch auch Hoffnung auf ein Viertelfinale. Gerade darum will dort nun ein äusserst moderne Arena konstruieren. Dass Cuiabá überhaupt für die WM berücksichtigt wurde, hat sie der Nähe zum Weltnaturerbe Pantanal zu verdanken. Im Vorfeld hatte Fifa-Präsident Joseph Blatter dem brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zugesichert, neben den Metropolen entlang der Küste des Landes auch jeweils ein Standort im Pantanal und Amazonas zu berücksichtigen.
Für das grösste Feuchtgebiet der Erde ging neben Cuiabá auch Campo Grande im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ins Rennen. Daher war gerade dort die Spannung bei der Vergabe mit am Grössten. Nach der Bekanntgabe von Cuiabá gingen dort nach Polizeiangaben rund 10.000 Menschen an verschiedenen Punkten der Stadt auf die Strasse und feierten den Zuschlag bis tief in die Nacht. Dabei führten sie die traditionellen und regionalen Tänze “siriri” und “cururu” auf. Mato Grosso erhofft sich durch die Fussball-Weltmeisterschaft einen starken Impuls im lebensnotwendigen Tourismus-Sektor.
Das Estádio Governador José Fragelli mit seinen derzeit 45.000 Zuschauerplätzen erfährt im Rahmen der WM-Vorbereitungen eine umfassende Modernisierung. Danach wird das “Verdão” nur noch etwas über 40.000 Sitzplätze bieten und ist damit eines der kleineren Stadien der WM 2014 in Brasilien. Die geplante Investitionssumme liegt zwischen 350 und 400 Millionen R$ und wird zum grössten Teil von der Regierung des Bundesstaates Mato Grosso getragen.
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Bei der Projektierung als Ausrichtungsstätte für die Fussball-WM sind auch 50 Millionen US-Dollar für zwei Trainingszentren eingeplant. Im Aussenbereich sollen fünf weitere Objekte mit Shopping und Gastronomie für das passende Ambiente und die notwendige Infrastruktur sorgen, zudem wird die Verkehrssituation im gesamten Bereich überarbeitet. An einigen Stellen haben die Bauarbeiten im Jahr 2009 bereits begonnen, die Umsetzung der restlichen Massnahmen soll ab 2010 erfolgen.
Fotos: Divulgação / ABr / Prefeitura Cuiabá / Governo Mato Grosso / GoogleMaps