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Vom 24. Juni bis zum 16. Juli 1950 wurde erstmalig eine Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien ausgetragen. Lediglich 13 Mannschaften nahmen an der ersten WM nach dem verheerenden 2. Weltkrieg teil.
Weltmeister wurde in einem dramatischen Schicksalsspiel zum zweiten Mal Uruguay. In dem entscheidenden letzten Spiel der Finalgruppe (in der jeder gegen jeden anzutreten hatte) konnte im ausverkauften Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro überraschend Brasilien bezwungen werden. Die Samba-Kicker neben England galten als die haushohen Favoriten, an eine Niederlage glaubten vermutlich noch nicht einmal die späteren Sieger.
Spielorte waren Belo Horizonte, Porto Alegre, Curitiba, Recife, Rio de Janeiro und São Paulo. Die Brasilianer traten – mit einer Ausnahme – ausschließlich im noch nicht ganz fertiggestellten Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro an, das eigens für diese Weltmeisterschaft errichtet wurde und bis zu 200.000 Zuschauer fasste.
In den 22 Spielen fielen stolze 88 Tore und damit durchschnittlich 4 Stück pro Partie. Das Turnier wurde von 1.100.000 Menschen besucht. Damit lag der Zuschauerschnitt bei 50.000 je Match. Das Turnier wurde in zwei Gruppen gespielt, aus denen sich die Finalgruppe bildete. Ein K.O-System mit Viertelfinale, Halbfinale gab es nicht.
Das De-facto-Endspiel fand vor 200.000 fanatischen Cariocas im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro statt und ging unter dem Namen Maracanaço in die Geschichte ein. Nachdem Brasilien zunächst mit 1:0 in Führung gegangen war, konnte Uruguay in der Mitte der zweiten Hälfte ausgleichen. Alleine dieses Gegentor versetzte das komplette Stadion in lähmendes Entsetzen. Und 10 Minuten vor Schluss geschah das Unfassbare, als Uruguay den entscheidenden Treffer zum Sieg und zur Weltmeisterschaft gelang. Aus Sorge um randalierende Fans wurde der Pokal in den Katakomben übergeben.
Dieses Ereignis ist bis heute die dunkelste Stunde des brasilianischen Fußballs. Alleine die Tatsache, dass die bis zu diesem Tag vom brasilianischen Nationalteam getragene weiße Spielkleidung auf ewig “verbannt” worden ist, spricht für die gigantische Enttäuschung und kollektive Demütigung eines ganzen Landes. Die Hauptschuld wurde den Verteidigern João Bigode und Amanso Juvenal sowie Torhüter Moacir Barbosa gegeben. Barbosa wurde nie verziehen, dass er beim 1:2 von Ghiggia etwas unglücklich ausgesehen hatte. 43 Jahre später wollte Barbosa das Training der Seleção besuchen, der Zutritt wurde ihm jedoch verwehrt. Es gab die Befürchtung, seine Anwesenheit könnte der Mannschaft Pech bringen.
mit Informationen aus Wikipedia