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Nach rund 2 Stunden Gespräch und 4 Minuten und 40 Sekunden Pressestatement ist die Situation in São Paulo bezüglich eines möglichen Stadions für die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 unverändert. Aber zumindest dies steht nach dem Treffen zwischen dem Präsidenten des brasilianischen Fussballverbandes CBF, Ricardo Teixeira und dem Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, Alberto Goldman, fest.
Ursprünglich sollte in der Sitzung endgültig festgelegt werden, welche der zahlreichen anderen Möglichkeiten zur Umsetzung eines Stadionprojekts für die WM 2014 nun tatsächlich realisiert wird, nachdem das Morumbi – Stadion aufgrund fehlender Finanzgarantien ausgeschlossen wurde.
Teixeira hält jedoch weiter an der Idee fest, das Eröffnungsspiel in São Paulo auszurichten. “Wir hatten ein exzellentes Gespräch und wollen unser möglichstes versuchen, damit die Eröffnung der WM 2014 in São Paulo stattfindet. Wir haben darüber gesprochen, was die Stadt tun muss, um das Eröffnungsspiel zu erhalten. Nun werden wir dafür eine Lösung suchen” so der Verbandschef wenig überzeugend, nachdem er zuvor jegliche Fragen von Journalisten unbeantwortet liess.
Die Stadionproblematik sei nicht Inhalt des Treffens gewesen, wiederholte Goldman mehrfach und sichtlich ungehalten, sobald die Frage nach einer entsprechenden Arena in der Millionenmetropole aufkam. “Wir sind einhelliger Meinung, dass wir jetzt daran arbeiten müssen, die Eröffnung der WM nach São Paulo zu holen. Wir haben am Tisch nicht über Alternativen für das (Morumbi-) Stadion gesprochen. Nun werden wir in den kommenden Wochen die Projekte analysieren, weil wir dafür die Zeit haben” so der Nachfolger des Präsidentschaftskandidaten José Serra im Amt des Gouverneurs.
Die FIFA ist jedoch mit dem Zeitplan in Brasilien ganz und gar nicht einverstanden. Der Weltverband hatte bereits mehrfach seine Besorgnis über die Verzögerungen beim Bau oder der Renovierung der Austragungsstätten sowie der notwendigen Infrastruktur im Land geäussert.
Für das Sorgenkind São Paulo scheint eine Lösung zudem weiter entfernt als je zuvor. Bürgermeister Gilberto Kassab, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, schloss abermals die Verwendung öffentlicher Gelder für einen Stadionbau kategorisch aus. Und die eigenen Projekte der Clubs stehen auf finanziell äusserst wackeligen Beinen, erfüllen meist nicht die Richtlinien der FIFA oder haben am Ende zu wenig Sitzplätze für ein Eröffnungsspiel einer Weltmeisterschaft.
Bildquelle: CBF